Tipps und Hinweise

Wozu wird ein Kfz-Sachverständiger (Kfz-Gutachter) benötigt?

  • Schadensfeststellung nach einem Verkehrsunfall
  • Gutachtenerstellung
  • Fahrzeugbewertungen (Wertgutachten über Fahrzeuge)
  • Beweissicherung
  • Unfallrekonstruktion

 

Was ist ein Sachverständiger?

 

Der Sachverständige ist eine Person, die eine gewisse Norm hinaus seine Sachverstand auf einem gewissen Themengebiet beweist. Er kann Zielsetzungen formulieren, Probleme analysieren und Maßnahmen für die bewältigung vorschlagen. Zwischen den Bezeichnungen "Kfz-Sachverständiger" und "Kfz-Gutachter" besteht grundsätzlich kein Unterschied.

 

Wie kann man als Auftraggeber erkennen, ob es sich um einen seriösen und qualifizierten Kfz-Sachverständiger handelt?

Seriöse Kfz-Sachverständige erkennt man daran, dass der Kfz-Sachverständige ein Kfz-Meister, staatlich geprüfter Kfz-Techniker oder Ingenieur ist und zudem noch eine Ausbildung zum geprüften Kfz-Sachverständiger absolvierte.

 

Wer trägt die Kosten für die Erstellung eines Gutachtens?

Haftpflichtfall: Beim unverschuldeten Unfall trägt laut Rechtssprechung des BGH (Bundesgerichtshof) grundsätzlich der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung die anfallenden Kosten des Kfz-Sachverständigen. Vorsicht! Bei einer Schadenhöhe die sich für den Laien ersichtlich unter 750 € (Bagatellschäden) befindet, ist die Versicherung nicht verpflichtet, die Kosten eines Gutachtens zu erstatten. In solchen Fällen reicht ein Kostenvoranschlag von Ihrem Kfz-Sachverständigen oder einer Reparaturwerkstatt Ihres Vertrauens vollkommen zur Schadensregulierung bei der Versicherung aus.

 

Kaskofall: Im Kaskofall ist die Versicherung „weisungsberechtigt", das bedeutet, die Versicherung ist berechtigt, ihren eigenen Sachverständigen zu beauftragen. Die Kosten der Erstellung des Gutachtens trägt in der Regel die Versicherung. Sind Sie mit der Schadensfeststellung nicht einverstanden, hat der Versicherte die Möglichkeit, ein so genanntes „Sachverständigenverfahren" einzuleiten. Bei diesen Verfahren beauftragt jede Partei einen Sachverständigen Ihres Vertrauens.

Die Kosten für dieses Verfahren trägt zunächst jede Partei selbst und die Übernahme der Kosten wird bei Beendigung des Verfahrens durch den Obmann festgelegt.

 

Wertgutachten: Die Kosten für die Erstellung eines Wertgutachtens werden in der Regel nach Aufwand berechnet. Die Erstattung der Kosten trägt der Auftraggeber.

 

Muss man bei einem unverschuldeten Unfall das Angebot eines versicherungseigenen Sachverständigen der gegnerischen Versicherung annehmen?

 

Oftmals macht die gegnerische Versicherung das Angebot einen versicherungseigenen Sachverständigen zu stellen. Auf dieses Angebot brauchen Sie sich nicht einzulassen. Sie sollte sich darüber bewusst sein, wenn Sie einen Sachverständigen von der gegnerischen Versicherung in Anspruch nehmen, derjenige die Schadenshöhe ermittelt, der auch für den entstandenen Schaden aufkommt. Ob das so gut ist? Da der Geschädigte seinen Schaden beweisen muss, ist es ratsam einen "unabhängigen, freien Kfz-Sachverständigen (Kfz-Gutachter)" Ihres Vertrauens zu beauftragen, damit auch die Wertminderung neben den Fahrzeugschaden richtig ermittelt wird.

 

Ist es ratsam, einen einfachen Kostenvoranschlag einer Reparaturfirma einzuholen?

 

Der Geschädigte, der nur einen einfachen Kostenvoranschlag einer Reparaturfirma eingeholt hat, kann damit schlechte Erfahrung machen. Der Kostenvoranschlag hat keine „beweissichernde" Funktion, außerdem sind die Kosten neben den Fahrzeugschaden meist falsch oder gar nicht berücksichtigt.

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